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Raspberry Pi – günstige Laptop-Alternative aus dem 3D-Drucker

goodcat / Shutterstock.com

Viele von euch haben wahrscheinlich schon einmal vom Raspberry Pi gehört. Ein vollwertiger Mini-Computer, der selbst mit umfassenden Zubehör kaum mehr als 150 Euro kostet. Der Computer allein bleibt dabei sogar unter 35€. Gedacht war dieser Computer als Bildungsprodukt – zum einen, um Kindern und Jugendlichen das Programmieren beizubringen, aber auch, um mehr Menschen an Hardware heranzuführen. Der Raspberry Pi kann zum Beispiel mit selbst verlöteten Einzelteilen in eine mobile Wetterstation verwandelt werden.

Der aktuelle Raspberry Pi B+, kaum größer als eine Kreditkarte

Ein Londoner Entwicklerteam nahm sich der Eignung des Raspberry Pi zum Laptop-Ersatz an und entwickelte einen Laptop auf Basis dieses Computers. Da der Pi ohne Probleme mit Hardware wie Bildschirm, WLAN-Empfänger, Lautsprecher etc. zu verbinden ist, lag die größte Herausforderung im Gehäuse, das natürlich speziell für die Maße des Pi, der Hardware und den Anforderungen entwickelt werden musste. Besonders die Tragstruktur stellte sich als Schwierigkeit heraus. Für den Prototyp wurden insgesamt 160 Stunden benötigt, in denen immer wieder kleine Änderungen vorgenommen wurden. Hergestellt wurde der Prototyp natürlich in einem 3D-Drucker, genauer gesagt einem ca. 1 Meter hohem Deltadrucker vom Typ Rostock Max V2 der Firma See Me CNC.

Deltadrucker funktionieren nach dem gleichen Prinzip wie andere Deltaroboter

“3D-Drucker verwandeln den Raspberry Pi in einen Laptop. Ist das sinnvoll?“

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Einen günstigen Laptop-Ersatz zu schaffen, war jedoch nicht das einzige Ziel des Entwicklerteams. Der Pi-Top soll die Nutzer auch dazu bewegen, eigene Ideen zu verwirklichen. Der Fokus liegt auch hierbei auf der 3D-Druck-Technologie: Die Nutzer sollen lernen, mit CAD-Systemen und 3D-Druckern umzugehen, um vielleicht ihre eigenen Produkte zu entwickeln.

Für den Pi-Top ist eine Crowdfunding-Kampagne geplant, damit sich nicht jeder Nutzer sein eigenes Gehäuse drucken muss. Die vertriebenen Gehäuse werden dann auch nicht mehr 3D-gedruckt sondern per Spritzgussverfahren hergestellt. Ein genauer Termin für diese Kampagne steht bisher noch nicht fest.